Startschuss für preisgekröntes Projekt



Aus der Mitteldeutschen Zeitung vom 21.07.2026
Von Susanne Christmann
Hettstedt/MZ. Mit der Enthüllung des Bauschilds unter Beisein von Sachsen-Anhalts Energieminister Armin Willingmann ist in Hettstedt der Startschuss für das gerade von der Umweltallianz preisgekrönte Projekt „Grüne Fernwärme“ gegeben worden. Die Arbeiten am Standort des ehemaligen Sportplatzes an der Saigerhütte haben damit begonnen. Wie Heiko Ryll, technischer Leiter der Stadtwerke, sagte, wird noch in diesem Jahr die Phase eins des Projekts umgesetzt. Das bedeute, dass drei Kurzzeitspeicher mit einem Fassungsvermögen von je 125 Kubikmeter sowie die Rohre für eine neue 800 Meter lange Fernwärmetrasse gebaut werden. Auch der Bau für die neue Energiezentrale werde begonnen.
„Zukunftsfähige Wärme entsteht durch Lösungen vor Ort“, ist Ryll überzeugt. Weil die überall unterschiedlich ausfallen müssten, je nach örtlichen Bedingungen und Versorgungsauftrag. Die Stadtwerke Hettstedt versorgen 6.500 Haushalte sowie 40 Unternehmen mit Strom, Gas und Wasser und 2.000 Haushalte zusätzlich mit Fernwärme. „Gemeinsam mit zahlreichen Partnern hier aus der Region haben wir eine pragmatische Lösung entwickelt, wie wir Hettstedt in Zukunft bezahlbar und klimaneutral mit Wärme versorgen können“, so Ryll.
Das „kreative Modell“ aus Hettstedt, so Minister Willingmann, sollte anderen Kommunen Mut machen, ebenfalls regional passgenaue Lösungen zu entwickeln. Hettstedt sei Vorbild dafür, dass es im ländlichen Raum möglich sei, mit einer eigenen Wärmeplanung im Interesse von Bürgern und Unternehmen an zukunftsfähigen Lösungen zu arbeiten.
Die zweite Stufe des „Leuchtturmprojekts“ für Sachsen-Anhalt umfasst den Bau eines geothermischen Speichers. In der dritten Stufe geht es um die Energieerzeugungsanlagen. Das gesamte Projekt soll bis 2030 abgeschlossen sein.
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